Public Climate School 2024

Eine Woche Klimabildung für alle!

In der Woche vom 13. bis 17. Mai 2024 erwartet euch zum fünften Mal die Public Climate School in Leipzig! Wir arbeiten gerade auf Hochtouren an unserem Programm. Du hast Lust einen Vortrag zu halten oder in einer anderen Form mitzuwirken? Dann schreibe uns gerne eine Mail!

WAS?  Klimakrise, ihre gesellschaftlichen Auswirkungen und Lösungsmöglichkeiten.

WIE?  Viele Veranstaltungen: Podiumsdiskussionen, Vorträge, Workshops, Musik und vieles mehr!

WO?  Überwiegend am Hauptcampus der Universität Leipzig.

Wie immer gilt: Alle Studierende, Lehrende und alle, die Interesse haben, sind herzlich zur Teilnahme eingeladen.

Mehr von uns, Students for Future Leipzig, findest du auf Instagram oder Telegram!

Wandel durch Bildung – Eine offene Uni für alle – Gemeinsam für`s Klima – Act Now!

Programmübersicht 2024

⚠️ Bitte beachten: Das Programm und die Veranstaltungsdetails werden fortlaufend ergänzt und aktualisiert!

Montag, 13.05.2024

Mehr Informationen in Kürze.

Wie funktioniert der Treibhauseffekt? Und was macht die Erwärmung mit Eisschilden und Ozeanen? Kann der Klimawandel sich selbst verstärken? Diesen und weiteren Fragen gehen wir auf den Grund! In anschaulichen Modellexperimenten könnt ihr die physikalischen Grundlagen des Klimawandels untersuchen. Dabei betrachtet ihr eure Umgebung durch eine Wärmebildkamera, erzeugt CO2 aus Natron und Zitronensäure und wagt euch mit einer Wasserbombe gefährlich nah ans Feuer. Im angegebenen Zeitfenster könnt ihr jederzeit dazukommen und wieder gehen. Die Experimente beschäftigen euch problemlos drei Stunden. Ihr könnt aber auch für eine halbe Stunde vorbeikommen und euch ein einzelnes Experiment aussuchen. Euch erwarten an beiden Tagen die gleichen Experimente.

Die AfD instrumentalisiert das klimapolitische Scheitern der Ampel-Koalition. Die Klima-Erzählungen von Rechts erstarken – von Klimaleugnung hin zum Ökofaschismus. Eine Klimagerechtigkeitsbewegung muss deshalb ihre Kämpfe neu ausrichten – aber wie? Wir schauen auf Sparpolitik und Rechtsruck sowie gewerkschaftlich orientierte und antifaschistische Antworten auf die aktuellen Entwicklungen.

Taucht ein in kreative Denkprozesse und gestaltet Zukunftsvisionen für einen nachhaltigen Campus. Wir fokussieren uns auf Mobilität, Begrünung und Abfallmanagement – denn Veränderung beginnt hier!

Mehr Informationen in Kürze.

In diesem Workshop mit dem Marxforscher und Politikwissenschaftler Michael Heinrich soll es um das Verhältnis von Wirtschaft und Klimakrise gehen und um eine Kritik des „grünen“ Kapitalismus. 

Europas grüne Zukunft liegt am 9. Juni auch in deinen Händen. In diesem Mitmach-Workshop prüfen wir, wie viel Klimaschutz in den Wahlprogrammen der Parteien steckt – und diskutieren, wer welche Wege zur Klimaneutralität einschlagen will. Du erfährst, was der EU Green Deal mit deinem Leben zu tun hat. Welche Ideen und Lösungen es gibt. Und wie du Europas Klimapolitik über die Wahl hinaus gestalten kannst.

Mehr Informationen in Kürze.

Als Rechtsanwalt vertritt Remo Klinger unter anderem die Deutsche Umwelthilfe und hat in dieser Tätigkeit den Klimabeschluss des Bundesverfassungsgerichts erstritten. Anknüpfend an seine Vorträge der letzten Jahre über die strategische Prozessführung zum Schutz des Klimas wird er über den aktuelle Stand der Verfahren sprechen.

What does climate activism look like when we shift our gaze to other EU countries nearby? Which forms of protest are the most prominent, how is the movement being perceived by society and how effective do the activists themselve evaluate the path their country´s activism is taking? We want to take a moment to overlook borders, get inspired and learn from each other.

Dienstag, 14.05.20

In dieser offenen Sitzung des Seminars „Journalistische Ethik“ im Masterstudiengang Journalismus geht es um das Problem des False Balance und dessen Bezug zur Klimaberichterstattung.

In der offenen Vorlesung der Politikwissenschaft erwarten euch zwei Vorträge mit Diskussion:

„Verkehrspolitische Transformationsprozesse auf der kommunalen Ebene – Leipzig und München im Vergleich“ von Hannah Bethge, sowie:

„Der steinige Weg zur Klimaneutralität Europas und die Rolle des Europäischen Parlaments“ von Michael Kaczmarek,
organisiert und moderiert von Dr. Träger.

In an article written in 2014 Dipesh Chakrabarty states that “Human-induced climate change gives rise to large and diverse issues of justice: justice between generations, between small island-nations and the polluting countries (both past and prospective), between developed, industrialized nations (historically responsible for most emissions) and the newly industrializing ones” (p. 9). Through the prism of this argument I explore contemporary calls for climate justice, de-growth and changes in consumption. While there can be no doubt that climate change is the pressing issue of the 21st century (and was the pressing issue already in the last quarter of the 20st century, albeit ignored), the call for de-growth and changes in life-styles, especially in the West, collides with the needs and desires of new middle classes in emerging economies and the attempt to alleviate poverty in the global South. These different realities are not fully acknowledged in the West despite the strong calls for global climate justice. While I have no solutions for these rifts between climate justice and poverty alleviation, I would like to at least alert to some of their predicaments with examples from South East Asia and the Pacific Islands.

Mehr Informationen in Kürze.

In this panel Farzana Faruk Jhumu from Unicef Bangladesh, the ugandan environmentalist Eriga Reagan Elijah and the brazilian climate justice activist Valentina Ruas will discuss from online about the climate situation in their home countries, why and how they are activists and what they expect from other people and countries.

Auch wenn die Klimakrise immer deutlicher sichtbar und fühlbar wird, gibt es noch immer Desinformation dazu. Wie sieht die aus und wie hat sie sich verändert? Wie nutzen politische Akteure strategisch verbreitete Falschinformationen besonders in Wahlkämpfen? Was kann man dagegen tun?

Mittwoch, 15.05.2024

Um von der Wissenskompetenz ins eigenen Handeln zu kommen, braucht es häufig die Anbindung an die emotionale Betroffenheit. Sind diese Gefühle zu überwältigend und nicht mit der Hoffnung einer möglichen Veränderung gepaart, fühlen wir uns ohnmächtig und „erstarren“ förmlich in dieser Hilflosigkeit. Achtsamkeit kann zum Schlüssel werden, sich den aufkommenden, schwierigen Gefühlen zuzuwenden, bietet Wege aus dem Rückzug und gibt die Energie zur bewussten Gestaltung unserer Umwelt und die Bereitschaft für die notwendigen radikalen Veränderungen von Gesellschaft und Lebensstil.

Mehr Informationen in Kürze.

Europa erhitzt sich rasant und die Klimapolitik schläft. Rechtsradikale nutzen die multiplen Krisen für ihre Propaganda. Und dennoch plant jeder zweite junge Mensch im Juni nicht wählen zu gehen. Warum und was tun? Das besprechen wir mit Luisa Neubauer.

Lebensmittelverschwendung vermeiden und Ressourcen nutzen lernen – foodsharing Leipzig stellt sich vor! In einem kurzen Vortrag lernt ihr die Organisation kennen, die sich deutschlandweit für die Lebensmittelrettung einsetzt. Wie funktioniert das? Warum ist das wichtig? Und kann ich auch mitmachen? Stellt Fragen und diskutiert mit!

Fleisch essen ist schlecht fürs Klima, dass weiß jeder, doch wie kann eine nachhaltige Ernährungswende, weg von der Massentierhaltung, aussehen? Und welche Rolle kann die Biolandwirtschaft in Deutschland spielen? Das Panel bietet die Möglichkeit zu diskutieren, philosophieren und wissenschaftlich hinter die Fassade zu schauen. Wir wollen weg von der Scham des/der Einzelkonsumentin und hin zur strukturellen Veränderung.

Von Wut bis Angst, von Kampfaufruf, ganz privaten Gefühlen bis hin zu smarten Analysen unserer Gesellschaft. Für all das ist Platz an diesem Abend, an dem sich alles um Texte rund um Klimagefühle drehen wird. Bühne frei!

Seit 30 Jahren ist das Staatsziel Umweltschutz im Grundgesetz verankert. Wenn es aber darum gehen sollte, Umweltschutzanliegen gegen die Politik des demokratischen Gesetzgebers durchzusetzen, wurden nur geringe Chancen gesehen. Es ist anders gekommen: Mit Blick auf den Klimaschutz steht nun fest, dass auf wirkungsvolle Umweltschutzmaßnahmen unter bestimmten Voraussetzungen auch ein grundrechtlicher Anspruch besteht. Was folgt daraus, auch im Hinblick auf andere Bereiche des Umweltschutzes?
Wolfgang Köck ist Professor für Umweltrecht an der Universität Leipzig.

Donnerstag, 16.05.2024

In dieser offenen Sitzung des Seminars „Wissen, Wahrheit, Vorurteil“ einer Kooperation der Slawistik und Philosophie geht es um das Argumentieren in aktuellen Debatten und das Sprachmodell von Beaver & Stanley.

In this guest lecture of the lecture „environmental ethics“ we will hear from the Director of Greenpeace Israel about the connection of Judaism and environment.

Mit der anstehenden EU-Wahl kannst du entscheiden, wer in Zeiten von Rechtsruck und Klimakrise dein Kreuzchen verdient hat. Welche Rolle dabei Ökofeminismus in Bezug auf die Geschlechter- und Klimagerechtigkeit, die Energiewende oder auch die Stärkung der Demokratie hat, erfahrt ihr in diesem Vortrag.

Mehr Informationen in Kürze.

Wie funktioniert der Treibhauseffekt? Und was macht die Erwärmung mit Eisschilden und Ozeanen? Kann der Klimawandel sich selbst verstärken? Diesen und weiteren Fragen gehen wir auf den Grund! In anschaulichen Modellexperimenten könnt ihr die physikalischen Grundlagen des Klimawandels untersuchen. Dabei betrachtet ihr eure Umgebung durch eine Wärmebildkamera, erzeugt CO2 aus Natron und Zitronensäure und wagt euch mit einer Wasserbombe gefährlich nah ans Feuer. Im angegebenen Zeitfenster könnt ihr jederzeit dazukommen und wieder gehen. Die Experimente beschäftigen euch problemlos drei Stunden. Ihr könnt aber auch für eine halbe Stunde vorbeikommen und euch ein einzelnes Experiment aussuchen. Euch erwarten an beiden Tagen die gleichen Experimente.

Die Parole Klimaschutz heißt Klassenkampf ist in der radikalen Linken allgegenwärtig. Aber was meint das eigentlich genau? Was sind Klassen, wieso existieren sie und wieso ist die Klimafrage so eng mit der Klassenfrage verknüpft?

What do the ongoing wars and the climate crisis have in common and why is the EU-election important? To discuss these points, we will interview Ilyess El Kortbi from FFF Ukraine and talk about their experience and activism.

Welche Möglichkeiten haben religiöse Gemeinschaften zum Handeln in der Klimakrise und welche Rolle spielen sie dabei bereits? Darum geht’s in diesem Workshop von GreenFaith.

Der Medienstaatsvertrag untersagt Werbung für „Verhaltensweisen“,
die „in hohem Maße den Schutz der Umwelt gefährden“. Und doch
laufen auf öffentlich-rechtlichen wie privaten Fernsehsendern sowie
auf YouTube Spots für Verbrenner-Autos, Hybrid-SUVs, ferne
Urlaubsziele, Flüge, Kreuzfahrten, emissionsstarke Lebensmittel und
viele andere klimaschädliche Produkte. In diesem Vortrag wird eine
Studie der Universität Leipzig und der Otto-Brenner-Stiftung
vorgestellt, die fast 10.000 Werbespots auf den ökologischen
Fußabdruck der beworbenen Güter untersucht hat. Schließlich werden
Handlungsmöglichkeiten aufgezeigt, wie die Medienpolitik dagegen
vorgehen könnte – und wie man Einfluss auf die Medienpolitik nehmen
kann.

Wie initiiert und gestaltet man Projekte, welche sich mit nachhaltiger Campusentwicklung beschäftigen? Welche Methoden können mich/das Team bei der Planung und Umsetzung unterstützen? Der Workshop bietet die Möglichkeit, ausgewählte Methoden des Projektmanagements auszuprobieren und liefert dadurch Beiträge zur Beantwortung der Fragen.

In welcher Welt möchten wir leben? Und wie könnte eine sozial-ökologisch gerechte Welt aussehen?
Der Film „Living Utopia – Wege in eine solidarische Zukunft“ porträtiert Projekte und Initiativen, die sich in verschiedensten Lebensbereichen wie z.B. Wohnen, Essen, Einkaufen und Arbeiten für eine sozial-ökologische Transformation einsetzen.
Im Anschluss an den Film wird es die Möglichkeit geben, der Regisseurin Jule Fragen zu stellen, so wie gemeinsam über unsere Zukunftsvisionen ins Gespräch zu kommen.

Wie ist eine Verkehrswende möglich, ist Klimaprotest auf Arbeitskämpfe angewiesen und was lässt sich aus der bisherigen Kampagne von #WirFahrenZusammen lernen? Darüber sprechen der Soziologe Hans Rackwitz, die WFZ-Aktivistin Robin Rehse und der Mobilitätsforscher Andreas Knie.

Freitag, 17.05.2024

Nach einer Woche Input wollen wir den Kopf nicht in den Sand stecken sondern unsere Frustration und Hoffnung in Aktion umwandeln! Lerne Leipziger Aktivismusgruppen kennen und werde aktiv!

Aktive der Kampagne #WirFahrenZusammen stellen ihre Learnings im Umgang mit rechten Parolen am Streikposten und im Betrieb vor. Was können wir konkret tun, um den Erfolg konservativer und faschistischer Parteien bei den Landtagswahlen zu verhindern?

Gemeinsam mit der AG Nachhaltige Uni entwickelt Ihr im Workshop konkrete Projekte zur Steigerung der Nachhaltigkeit an der Uni Leipzig. Sie stellen Euch dafür die Hauptergebnisse der Nachhaltigkeitsumfrage 2023 vor und nutzen diese als Grundlage, um Ideen und neue Impulse zu einem greifbaren Projekt zu formen. Das langfristiges Ziel dabei ist die Realisierung eines erarbeiteten Projekts im Rahmen der AGNU – gerne auch unter weiterer Zuarbeit interessierter Personen.

Die Klimakrise ist eine Krise kollektiven (Fehl-)Verhaltens. Hilflosigkeitswahrnehmungen Einzelner können persönliches Klimahandeln im Alltag blockieren. Gleichzeitig verlangt die Dynamik des Klimawandels die rapide Transformation ganzer Gesellschaften. Um die Wahrnehmungen und das Handeln von Individuen unter dem Eindruck der Klimakrise erklären, vorhersagen und verändern zu können, hilft die sozialpsychologische Forschung zur sozialen Identität. Demnach definieren Menschen sich in vielen Situationen über die Zugehörigkeit zu einer Gruppe. Im Vortrag wird es anhand aktueller Forschung um die Prozesse und Variablen dieses „Wir-Denkens“ gehen und auf welche Weise diese die Reaktionen von Menschen auf die Klimakrise antreiben.

Blockaden, Demos, Bildungsveranstaltungen oder doch ganz etwas anderes? Sollte Klimaaktivismus ein linkes Thema sein oder an wen wollen wir uns wenden? Wie erreichen wir die Effektivität, die wir uns erträumen?

Unerhörte Lesung mit live Songs – Euer feministischer Kulturabend mit Juli & Chom
Juli Faber ließt aus ihrem neuen Buch „Unerhört!“ und argumentiert unschlagbar für gendergerechte Sprache in Zeiten der Klimakrise. Chom macht mit ihrer Wumms-Stimme zu Gitarren-Sounds und feministischen Songs den Abend komplett. Nach der Lesung gibt es eine offene Diskussionsrunde mit Platz für eure Fragen rund um’s Gendern. Kommt vorbei, lasst euch inspirieren, bedudeln und belesen – wir freuen uns auf euch! 

Kontakt