Students for Future Halle (Saale)

Public Climate School 7.-11. November 2022

kurzes Einführungsvideo in die Klimakrise

Unser Programm

Wie müssen sich unser Rechts- und Wirtschaftssystem grundlegend ändern, um die Klimakrise abzumildern? Eine Podiumsdiskussion mit Prof. Sackmann, Pies, Schreck, Holtemöller, Hanschel, Nebe, Mittwoch, Ekardt und den Students for Future. Bringt gerne eigene Fragen mit.

Wie kann eine Mobilitätswende für alle funktionieren? Kann es in den nächsten Jahren auf dem Land auch ohne Privat-PKW gehen? Welche Vorteile hätte eine Mobilitätswende? Vortrag und Diskussion mit Verkehrsökologen Prof. Udo Becker und dem ADFC Halle.

Welche europarechtlichen Regeln zum Schutz des Klimas gibt es? Für welche Anliegen wäre die EU der richtige Adressat? Ist das überhaupt examensrelevant? Auf diese Fragen wird Felix Ekardt am Mittwoch in seiner Vorlesung zum Europarecht eingehen.

Wie kann es uns das Recht im Kampf gegen die Klimakrise helfen? Wo muss es sich verändern? Und welche Verantwortung tragen Jurist*innen bei alledem? Über diese Fragen diskutieren Prof. Dr. Dirk Hanschel, Prof. Dr. Dr. Felix Ekardt, Ennio Friedemann (Climate Clinic) und ein*e Vertreter*in der Lawyers for Future.

Den Livestream findet ihr hier: https://youtu.be/2Snzf6ubGFs

ACHTUNG: Der Workshop fällt leider krankheitsbedingt aus!

Wo steht die MLU in Sachen Klimaneutralität? Wo geht es hin in den nächsten Jahren? Das Nachhaltigkeitsbüro stellt im Workshop aktuelle Projekte und Entwicklungen zum Klimaschutz an der MLU vor und möchte den Austausch unter vielfältigen Perspektiven dazu fördern. Herzliche Einladung an alle Interessierten.

Alhassan will address issues of climate activism in authoritarian states as well as problems of adaptation to a rapidly changing climate. His presentation reflects the complex environmental and sociopolitical problems which the climate crisis is already causing today, most pertinently in the Global South.

Die Klimakonferenz zeigt uns mal wieder, wie privilegiert es ist in Deutschland zu leben und hier aktiv zu sein. Welche Verantwortung erwächst aus dem Umstand, dass Aktivismus im globalen Norden überwiegend ungefährlich ist, während hier der größte Teil der Klimakrise verursacht wird und wurde?

Den Abschluss bildet eine Fahrraddemo zusammen mit Fridays for Future Halle. Anlass ist die 27. UN-Klimakonferenz (COP27) in Ägypten. Wir demonstrieren für einen starken Ausbau der erneuerbaren Energien, für internationale und sozialgerechte Maßnahmen und gegen langfristige Verträge für fossile Energien.

Ein großer Dank geht an den StuRa Halle für die Unterstützung unseres Projektes und an alle Professor*innen und Dozent*innen.

Information für Studierende und Dozent*innen

Bei der Public Climate School handelt es sich um ein Bildungsprogramm, das von Studierenden der Fridays for Future Bewegung koordiniert und von vielen Wissenschaftler:innen, Expert:innen, Schüler:innen und Lehrer:innen mitgestaltet wird. Sie hat zum Ziel, Bewusstsein und Aufklärung für die herausragende Bedeutung der Klimakrise für eine lebenswerte Zukunft auf dieser Erde zu schaffen und Klimabildung für alle zu ermöglichen.

Wir haben bereits ein kurzes Einführungsvideo gedreht (siehe oben), welches zu Beginn der Vorlesungen gezeigt werden kann. Außerdem können wir folgende Videos, die für die letzten Klimabildungswochen produziert wurden, sehr empfehlen: https://www.youtube.com/watch?v=j5dI7FDqg1U  und https://www.youtube.com/watch?v=MdmJQpwtqWE (je 20 Minuten). Wir bitten sie, dieses Video möglichst an den Vorlesungen am Montag und am Dienstag zu zeigen.

Im weiteren Verlauf der Woche würden wir uns nach wie vor freuen, wenn sich möglichst viele Dozent*innen im Rahmen Ihrer Veranstaltungen mit der Klimakrise auseinandersetzen. Wir stehen auch gerne mit Ideen zur Verfügung. Außerdem verweisen wir dazu auf die Programme der vergangenen Klimabildungswochen: https://www.youtube.com/c/StudentsForFutureDE und das Live-Programm der aktuellen Klimabildungswoche: https://publicclimateschool.de/klima-fachbereich/. Letzteres wird in den nächsten Wochen aktualisiert. Beide können entweder direkt gezeigt werden, oder als Inspiration genutzt werden. 

Gerne stehen wir, je nach Kapazitäten auch für Diskussionsformate u. ä. zur Verfügung. Am Freitag wird eine Klimademonstration zu den Themen Klimabildung und der Klimakonferenz in Ägypten stattfinden. Dazu treffen wir uns 14 Uhr mit Fahrrädern am Uniplatz.

Wir bitten also alle Dozierenden, sich diesem deutschlandweiten Projekt anzuschließen. Und an alle Studis: Fragt doch mal eure Professor*innen und Dozent*innen, ob sie schon davon gehört haben und ob sie dabei sind.

Ihr seid nicht in Halle oder wollt lieber online teilnehmen?

Kein Problem! Es gibt zusätzlich noch einen bundesweiten Livestream mit einem vielseitigen Programm. Ihr findet es hier: https://publicclimateschool.de/uniprogramm/

#Hochdruck-Kampagne: Offener Brief an die Universität Halle

Wir brauchen eine klimagerechte Universität! Das muss sich in Lehre, Forschung, Betrieb, im Leitbild und im Transfer zeigen! Ausbeuterische, menschenverachtende und klimaschädliche Systeme dürfen nicht reproduziert werden.

Wir müssen lernen, wie wir eine gerechte, lebenswerte Welt schon jetzt und auch in der Zukunft für alle gestalten können. Wir müssen gemeinsam an Lösungen arbeiten, um angemessen auf die Herausforderungen unserer Zeit zu reagieren.

Als Studierende sind wir die größte Gruppe in der Universität und haben das Recht, uns einzubringen. Wir haben auch das Recht, uns Wissen und Kompetenzen anzueignen, die uns dazu befähigen, an der Gesellschaft teilzuhaben und sie mitzugestalten.

Der vollständige offene Brief ist hier nachzulesen.

Unser Ziel: eine nachhaltige Transformation der Universität Halle

Wir – Students for Future – sind Teil des globalen Kampfes um Klimagerechtigkeit und machen uns deshalb stark für eine nachhaltige Gestaltung der Universität.

Think global – act local

Klimagerechtigkeit erfordert eine sozial-ökologische Transformation. Wir fordern die Universität Halle auf, ihrer gesellschaftlichen Verantwortung nachzukommen und eine Vorreiterin in Klima- und Umweltfragen zu werden!

Unser Sitz im Senat

Die multiplen Umweltkrisen unserer Zeit erfordern dringendes Handeln. Dennoch finden Bemühungen, die notwendig wären, um unsere Lebensgrundlagen zu erhalten, nicht statt. So wurde von Seiten der Universität auf das Forderungspapier der Vollversammlung der Studierenden Ende 2019 unzureichend reagiert. Die Forderungspapier zeigt einen Weg auf, eine nachhaltige Universität zu erreichen! Leider wurden die geforderten Maßnahmen unzureichend umgesetzt, weshalb wir uns gezwungen sahen, eine Students for Future Liste für den Senat aufzustellen. Eine sozial-ökologisch Wende erfordert Beharrlichkeit, Nachdruck und den Einsatz, Verantwortungsträger*innen auch mal auf den Schlips zu treten – dies wollen wir als Students for Future im Senat tun! Unsere Universität ist momentan nicht kompatibel mit dem 1,5°C Ziel. Wie sollen wir an einer Universität für eine Zukunft ausgebildet werden, die nicht ausreichend durch diese geschützt wird!

Vielmehr sollte die Universität die Klimaproblematik und die Bewältigung dieser Herausforderung als gemeinsame Aufgabe annehmen, um somit eine 1,5°C kompatible Uni zu ermöglichen.

Deshalb wollen wir als Students for Future eure Stimme in Sachen Nachhaltigkeit im universitären Senat sein und mit euch zusammenarbeiten.

Kommt auf uns zu und lasst uns gemeinsam einen Kipppunkt erreichen, um die Universität unwiederbringlich auf einen nachhaltigen Kurs zu bringen.

Die Verantwortung der Universität

Wir setzen uns für die Anerkennung der Freiheit der Lehre ein, jedoch auch für ihre Grenzen, denn diese entbinden nicht von der Mitverantwortung für die Umwelt, da sie die lebensweltliche Grundlage für Freiheit in der Forschung und Lehre bildet. Die Freiheit der Lehre ist auch keine Freiheit von der Verpflichtung wissenschaftlich zu arbeiten. Gerade in Zeiten von Fake News besitzt hier die Universität eine besondere Verantwortung.

Zudem sollen ein besseres Verständnis der Zusammenhänge und klimarelevante Grundlagen für alle zugänglich sein. Deshalb fordern wir die Universität auf, studentisch-selbstorganisierte Lehre im Bereich Nachhaltigkeit auch finanziell zu unterstützen. Es darf nicht sein, dass etablierte Ringvorlesungen, welche wichtige Aufklärungsarbeit leisten (ASQ Zulawi, Nachhalltig) zum Teil auf Mittel des Studierendenrates und der Fakultätsräte zurückgreifen müssen. Studentisch selbstorganisierte Lehre ist eine wichtige Ergänzung der regulären Lehre und hat mehr als Schulterklopfen verdient. Vor allem aber, sollte es nicht Aufgabe der Studierenden sein, in ihrer Freizeit Bildungsformate zu entwerfen. Dies sollte ganz klar Kernaufgabe der Universität sein!

Damit fordern wir eine Umstrukturierung der Lehre und Forschung in folgenden Punkten:

1. Klimabildung in der Lehre

  • Klimabildung als Querschnittsaufgabe in allen Studiengängen berücksichtigen
  • Lehrangebote ausbauen, diese sichtbar und anrechenbar machen, z.B. Studiengänge mit klimarelevanten Aspekten stärken und ausbauen, statt Studiengänge zu schließen
  • Weiterbildung für Lehrende, Unterstützung bei Einbindung des Nachhaltigkeitsaspekts
  • finanzielle Unterstützung für studentisch-selbstorganisierte Lehre im Bereich Nachhaltigkeit
  • Vergabe von Professuren nach Nachhaltigkeitsaspekten
  • lösungsorientierte Klimaforschung als zentralen Zweig der Forschung an der MLU einrichten
  • Klimagerechtigkeit und Nachhaltigkeit in §2 Aufgaben der Grundordnung aufzunehmen

2. Senkung der eigenen Emissionen

  • eine CO²-Fußabdruckanalyse aller Fakultäten und Gebäuden und darauf basierend ein transparenter Plan mit terminierten und quantifizierten Zielen hin zur CO²-Neutralität
  • die Entwicklung eines Klimaschutzkonzepts, welches umsetzbare Maßnahmen und Richtlinien zu Energieverbrauch, Ressourcenverbrauch, Mobilität, Beschaffungen und Abfallverursachung festschreibt
  • weiterführend ein Umweltmanagementsystem, welches explizit Umweltparameter mit einschließt und optional ein Öko-Audit der Universität durchführt (z.B. EMAS)

Die Vorschläge im Detail findet ihr in unserem Forderungspapier.


Die Klimaungerechtigkeit auf dieser Welt verursacht durch vielfältigste Formen der Unterdrückung. Ausbeutung und Diskriminierung.

Unser Kampf um Klimagerechtigkeit ist auch ein Kampf gegen jegliche Form von Sexismus, Rassismus, Antisemitismus, Diskriminierung und andere Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit.
Unser Kampf um Klimagerechtigkeit ist auch ein Kampf für vernünftige, gut bezahlte Arbeitsbedingungen und gegen Ausbeutung. Wir erwarten von allen Institutionen der MLU, gegen Diskriminierung vorzugehen.
Wir erwarten von der Universität die Schaffung gut bezahlter Arbeitsstellen – insbesondere eine Beendigung der Befristung von Arbeitsverträgen von Mitarbeiter*innen im Mittelbau. Viel zu viele gute und innovative Dozierenden wurden schon und werden noch auf Grund dieser Praxis zu einer Arbeit in anderen Bereichen als der Lehre getrieben. Dem muss ein Ende bereitet werden.

Wir setzen uns für mehr Transparenz und Kooperation mit der Studierendenschaft ein!
Kommt auf uns zu – Gemeinsam bekämpfen wir die Klimakrise!

The Planet we live on is under attack – Stand up fight back!

Students for Future

Wie kann ich mitmachen?

Öffentliches Plenum: jeden Donnerstag 18 Uhr im Seminarraum 21 auf dem Steintor-Campus.
Falls ihr mitmachen wollt, könnt ihr uns gern schreiben. Wir fügen euch dann zu unseren digitalen Gruppen hinzu, in denen wir diskutieren und weitere Aktionen planen.

Kontakt: Ihr erreicht uns per Mail, auf Instagram oder über die Plattform N.

Weitere Informationen findet ihr auf der Website der Ortsgruppe von Fridays for Future.

Das sind wir

Hier in Halle existieren wir seit dem Sommer 2019 und arbeiten auf verschiedenen Ebenen daran, die Themen Klimakrise, sozial-ökologische Transformation und Klimagerechtigkeit an der Uni und den Hochschulen auf die Tagesordnung zu setzen. Unsere erste große Aktion war die bundesweite Public Climate School, die im November 2019 stattfand. Mit über 50 Veranstaltungen und einer Vollversammlung gelang es uns, ein starkes Signal für die ökologische Verantwortung der Universität zu senden.

Zurück zu den Anfängen – Public Climate School 2019

Unser erstes großes Projekt war die Public Climate School. Das bunte Programm der Klimawoche vom 25. – 29. November umfasste neben Vorträgen und umgestalteten Vorlesungen auch Workshops und öffentliche Diskussionen an den Hochschulen der Stadt. Einer der Höhepunkte der Woche war die Vollversammlung der Studierenden der MLU am Mittwochabend. Dabei wurden nach einer langen Debatte diese Forderungen beschlossen. Diese wurden im Rahmen der Podiumsdiskussion einen Tag später an den Rektor der MLU übergeben. Den Abschluss der Woche bildete der Global Climate Strike am Freitag und eine Critical Mass Demo im Anschluss, bei denen die Themen der Woche in die Stadt Halle getragen wurden.

Online – Vorträge

Lucie Baltz: „Biodiversität – Was ist das und warum ist sie so wichtig?“
Prof. Dr. Josef Settele: „Biodiversität und die Folgen eines globalen Biodiversitätsverlust für Ökosysteme und den Menschen“

Die Folien zu dem Vortrag von Prof. Dr. Josef Settle findet ihr hier.

Dr. Bartosz Bartkowski: „Vielfalt von Lösungen für vielfältige Landschaften: Landnutzungspolitik in Zeiten der Biodiversitätskrise“

Kontaktdaten

Neben unserer E-Mail-Adresse (students@fff-halle.de) könnt ihr uns auf Instagram oder über die Plattform N kontaktieren.